Elektrische Zahnbürsten

Bei den früheren Elektrozahnbürsten wurde die Bewegung der Hände nachgeahmt und eine elliptische Bewegung ausgeführt. Diese Bürsten waren aufwendig zu handhaben und wiesen wegen ihrer Konstruktion anfällige mechanische Bauteile auf. Heutzutage verfügen fast alle elektrischen Zahnbürsten über einen Akku, der die Zahnbürste von der Steckdose unabhängig macht. Die Akku-Variante ist in vielen Ländern sogar vorgeschrieben. Dadurch werden erhebliche Gefahren, die mit Betrieb am Netzanschluss verbunden sein könnten, vermieden, wie z.B. bei Defekten oder bei Benutzung unter der Dusche.

Die kabellosen Zahnbürsten werden in einem Ständer geliefert, in welchem sie mittels der Induktion aufgeladen werden können. Auch die Bauformen mit einer Kontakt-Aufladung gelten mittlerweile als zu gefährlich, und der Batteriebetrieb ist heutzutage veraltet. Weil die Elektrozahnbürste im Verhältnis zu den Bürstenköpfen wesentlich langlebiger ist, haben alle Modelle auswechselbare Bürstenköpfe. Diese können in Drogeriemärkten nachgekauft werden.

Die Rotationszahnbürsten

Zu einem wahren Durchbruch in der Putzleistung wurden die Rotationszahnbürsten. Die Einführung der rotierenden Bürstenköpfe verbesserte deutlich die Reinigungsleistung, was auch wissenschaftlich belegt wurde. Aus hygienischen Gründen sollten Zahnbürsten niemals von mehreren Personen gemeinsam genutzt werden. Sie sollten nach ungefähr drei Monaten ausgetauscht, bei starker Abnutzung natürlich schon früher gewechselt werden. Ergänzend zu den Zahnbürsten sollte Zahnseide benutzt werden, damit auch die Zahnzwischenräume richtig gereinigt werden können. Zusätzlich gibt es noch die Alternative der elektrischen Flosser und der Interdentalbürstchen.

Die Reinigung der Zähne sollte aus medizinischer Sicht zwei- bis dreimal täglich bzw. nach den Mahlzeiten erfolgen. Besonders die Pflege am Abend vor dem Schlafengehen ist wichtig, um vor Parodontose und Karies vorzubeugen. Nachts ist die Selbstreinigung der Zähne durch die Zunge, den Speichel oder auch das Trinken vermindert. Nach den Mahlzeiten sollte zum Schutz des Zahnschmelzes –  ganz besonders bei säurehaltigen Nahrungsmitteln, bei Äpfeln oder Orangen – ungefähr 30 Minuten mit dem Zähneputzen gewartet werden. Empfohlen ist auch die halbjährliche Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt und mindestens einmal im Jahr die professionelle Zahnreinigung.
Bild stamm von: Henner Damke – Fotolia.com

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