Zahnpflege

Die tägliche Zahnpflege ist gilt heute in der zivilisierten Welt als ein wesentlicher Bestandteil der allgemeinen Körperhygiene. Strahlend weiße Zähne vermitteln Wohlgefühl und geben Sicherheit im sozialem Umgang mit unseren Mitmenschen. Rund um die Zahnpflege ist eine Industrie entstanden, die jährlich mehrere Milliarden umsetzt. Werbekampagnen suggerieren, daß strahlend weiße Zähne und Erfolg einander bedingen und neue Zahnbürstenmodelle werden wie die neuesten Modelle der Autoindustrie beworben.

Angesichts des oben genannte Werbeaufwandes, ist es dennoch erstaunlich, daß Erkrankungen wie Karies und Parodontose (Parodontitis), die eindeutig in ihrem Auftreten einen Bezug zu Qualität und Frequenz der Zahnpflege haben, noch derart häufig sind- ja sogar als Volkskrankheiten eingestuft werden müssen. Analysiert man die Verkaufszahlen von Zahnpflegeartikeln wie Zahnbürste oder Zahnseide, so relativiert sich das Ganze: Durchschnittlich kauft der Bundesbürger jährlich 1,8 Zahnbürsten und verbraucht 2 cm Zahnseide!! Setzt man diese Zahl in Bezug zu der “Lebenserwartung” einer Zahnbürste-  bei 2mal täglicher Zahnpflege muß eine Zahnbürste nach 3 bis 4 Wochen gegen eine neue getauscht werden- so sieht man, daß wir offensichtlich noch ein erhebliches Wissensdefizit um das Thema “Zahnpflege” besitzen.

Zahnpflege bzw. Mundhygiene ist nicht nur ein Wellnessfaktor, sondern ein wichtiger Grundstein der gesamten Gesundheitsprophylaxe. Zahnärzte und Zahnmediziner bestätigen dies seit Jahren. Am Beispiel von Karies kann man die enorme Wichtigkeit einer regelmäßigen Zahnpflege leicht erklären: Karies ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung. Diese in Zahnbelägen und der sogenannter Plaque vorhandenen Bakterien produzieren aus Nahrungskohlehydraten Säuren, die den schützenden Zahnschmelzmantel attackieren und zunehmend zerstören. Man kann die Verhütung der Erkrankung “Karies” auf die Kurzformel bringen: “Ohne den Wirt, ohne Bakterien und ohne Substrat keine Karies!!!”

Da man den “Wirt” (Mensch) und das “Substrat” (die Nahrung) nicht ausschalten kann, muß das Ziel einer richtigen Zahn- und Mundpflege sein, die Zahl der Bakterien zu veringern und unsere Nahrung dahin zu verändern, daß weniger kariogene Anteile vorhanden sind.